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Literatur in Rietberg – Peter Rühmkorf, Daniel Kehlmann, Martin Walser, Herta Müller und viele andere

Wenn am Freitag, dem 24. Mai 2013, ab 19.30 Uhr im Ratssaal des Alten Progymnasiums der „Tristan“ von Meister Gottfried von Straßburg aus dem Jahre 1210 in neuhochdeutscher Übersetzung durch den Troubadour Friedrich Raad vom Düsseldorfer Theater der Dämmerung in wichtigen Auszügen zu Bildern von Wanja Kilber erklingt, so bedeutet das für „Literatur in Rietberg“ ein kleines Jubiläum.

Zur 100. Veranstaltung der im Frühjahr 2003 von der Stadtbibliothek Rietberg gemeinsam mit dem kulturig e.V. ins Leben gerufenen Reihe, die von Anfang an vom örtlichen Buchhandel, insbesondere von der Buchhandlung Lesezeichen, mitveranstaltet wurde, richten sich Auge und Ohr auf eines der glänzendsten Hauptwerke der Literatur des Mittelalters. Der „Tristan“ entstand, als Romane und Gedichte mangels Drucktechnik kaum gelesen werden konnten, sondern überwiegend vorgetragen und gehört werden wollten.

Reemtsma

Jan Philipp Reemtsma und Manfred Beine

„Zur Feier des Tages ist das wohl ein angemessener Rückgriff auf die Anfänge der deutschen Dichtung als Weltliteratur“, wie Manfred Beine, Bibliotheksleiter in Rietberg und Organisator der Reihe betont, die in den vergangenen zehn Jahren mit so illustren Namen wie Peter Rühmkorf, Martin Walser, Hellmuth Karasek, Katharina Hacker und Daniel Kehlmann aufwarten konnte.

„Zur 50. Veranstaltung im Juni 2009 hatten wir Jan Philipp Reemtsma mit einer Lesung zu dem Weimarer Klassiker Christoph Martin Wieland zu Gast“, erklärt Beine lachend. „Da müssen wir zum 100. auf jeden Fall noch etwas tiefer in das raunende Imperfekt der schönen Literatur hinabtauchen!“

Den Anfang nahm die qualitätsvolle Reihe, die im Jahre 2007 mit dem „Stern des Jahres“ der Neuen Westfälischen („für hervorragende Leistungen im Kulturleben von Ostwestfalen-Lippe“) ausgezeichnet wurde, als Manfred Beine, bis dahin Stadtarchivar, im Jahre auch 2003 auch die Leitung der örtlichen Stadtbibliothek übernahm. Weiterlesen »

Museumsfest und Eröffnung der Villa Schönfeld in Herford

Mit einem großen Museumsfest öffnet sich die Villa Schönfeld in Herford nach ihrer umfassenden Restaurierung wieder für das Publikum: In der Villa und im Außenbereich erwartet die Besucher am Sonntag, 26. Mai 2013, von 12 bis 18 Uhr ein abwechslungsreiches Programm.

Lehrer der Musikschule Herford laden dazu ein, Hausmusik zu hören und selbst auszuprobieren. Ein Streicherquintett der Nordwestdeutschen Philharmonie spielt Werke von W.A. Mozart, M. Reger, A. Dvořák und F. Martin. Der Rezitator Michal Helm liest aus den Lebenserinnerungen und Briefen der Fabrikantenfamilie Schönfeld. Gelegenheit, eine denkmalgerechte Restaurierung zu verfolgen, bietet Viktor Keitel, der im ehemaligen Esszimmer der Villa die historische Holzimitationsmalerei rekonstruiert. Im mobilen Fotoatelier „Studio 1900“ können sich die Besucher fotografieren lassen wie in der guten alten Zeit. Für die Kinder gibt es Spiel- und Bastelangebote, und auch für das leibliche Wohl ist selbstverständlich gesorgt. Und so sieht das Programm aus:

11.00 Uhr Offizielle Eröffnung mit Grußworten von Professor Dr. Michael Krautzberger (Deutsche Stiftung Denkmalschutz) und Bruno Wollbrink(Bürgermeister der Stadt Herford)

12.30 – 14.30 Uhr Hausmusik – Hören, Erleben und Probieren mit der Musikschule Herford (Angebot vor allem für Kinder)

14.30 – 15.00 Uhr Kammermusik – Mitglieder der Nordwestdeutschen Philharmonie spielen Stücke von Wolfgang Amadeus Mozart, Max Reger,Antonín Dvořák und Frank Martin

15.30 – 16.00 Uhr Die Schönfelds – Michael Helm, bekannt von den beliebten Café…Lese…Lust-Veranstaltungen
in der Stadtbibliothek Herford liest aus Lebenserinnerungen und Briefen der Familie

16.30 – 17.00 Uhr Kammermusik – Mitglieder der Nordwestdeutschen Philharmonie spielen Stücke von Wolfgang Amadeus Mozart, Max Reger, Antonín Dvořák und Frank Martin

13.00 – 18.00 Uhr Denkmalgerechte Restaurierung live Viktor Keitel von der Firma Stenner & Keitel rekonstruiert an einer Wand des ehemaligen Esszimmers die historische Holzimitationsmalerei nach Originalbefund.

12.30 – 18.00 Uhr Het Photografisch Atelier mit dem mobilen »Studio 1900« Die Niederländer, eingeladen vom
Stadttheater Herford, bringen einen Schrank voller Hüte, Boas, Schirme, Stöcke, Stolas, Umhänge, Brillen zum Verkleiden mit und lichten Familien,Paare, Kinder und Erwachsene ab. Ihre nostalgischen Sepia-Fotografien sind echte Schmuckstücke.

12.30 – 18.00 Uhr Basteln, Spielen, Quatschen, Gucken in der Museumspädagogik

Ein künstlerisches Trio im Haus Samson in Clarholz

> Trio < Drei Künstler der Region stellen ihre Werke gemeinsam in der Galerie der Gruppe 13 im Haus Samson in Clarholz aus: Karin Bergmann aus Gütersloh, Jürgen Linnemannstöns aus Rheda-Wiedenbrück und Bernhard Recker aus Oelde. Das Interesse am Thema Mensch ist allen drei Künstlern gemein, aber die Materialien und Arbeitsweisen können unterschiedlicher nicht sein.

Gruppe13

Karin Bergmann arbeitet bildhauerisch in Sandstein, Alabaster und Speckstein. Mit Hammer und Meißel schafft sie ausdrucksstarke figürliche Kleinplastiken, die elementare Situationen des Menschlichen darstellen.

Jürgen Linnemannstöns schweißt Schrottteile und metallische Gebrauchs-gegenstände zu figürlichen Großplastiken zusammen. Außerdem bearbeitet er Fundstücke aus Holz zu Stelen, wobei er das Holz nur stellenweise glättet und die Struktur der einzigartigen Stücke erhält.

Bernhard Recker widmet sich dem Thema Mensch mit Stift und Papier. Er zeichnet mit gekonntem Strich spontane Umrisszeichnungen menschlicher Typen in alltäglichen Situationen, immer mit einem Augenzwinkern und sicherer Hand.

Zu dieser spannenden Ausstellung lädt die Gruppe 13 herzlich ein. Die Mitglieder der Gruppe 13 sind ebenfalls mit ihren Werken in der Galerie im Haus Samson vertreten.

Ausstellungseröffnung am Sonntag, 2.Juni 2013 um 17:00 Uhr, musikalische Begleitung von Ramona Kozma am Akkordeon. Dauer der Ausstellung: 2.Juni bis 21. Juli. Öffnungszeiten: Mi., Sa., So. 15-18 Uhr Galerie im Haus Samson, An der Dicken Linde 3, 33442 Herzebrock-Clarholz

Stadtmuseum Münster integriert Arbeiten der Klasse Lili Fischer in seine Schausammlung

Wenn Münsteraner Stadtmuseumsgäste plötzlich hungrige Mit-Esser von Kuchentellern ansprechen, Wattwürmer in die Augen stechen oder erfundene Dinos anstarren, dann ist eines klar: Die Klasse Lili Fischer hat sich wohlig in die Schausammlung eingenistet.

Derweil eine eigene Werkschau im Haus an der Salzstraße auf künstlerische Stationen der aus dem Hochschuldienst scheidenden Kunstprofessorin blendet und 65 Jahre eines vielseitigen Schaffens Revue passieren lässt, nehmen parallel einzelne Museumskabinette Arbeiten der Akademiestudierenden auf. Für Museumsdirektorin Dr. Barbara Rommé ist das ein spannendes Miteinander: “Parallel zur Ausstellung `Lili Fischer Weg 1-65` können wir nun auch die Arbeiten ihrer Schülerinnen und Schüler im Stadtmuseum präsentieren.“ Die einzige Klasse für Performance und Feldforschung in Deutschland präsentiert in der stadtgeschichtlichen Ausstellung zwölf Projekte unterschiedlicher Ansätze und Techniken. “Sie spiegeln die Bandbreite und das Verständnis des Lehrprogramms der Professorin Lili Fischer an der Kunstakademie Münster wieder”, unterstreicht Barbara Rommé.

Von zehn Studentinnen und zwei Studenten stammen die Zeichnungen, Malereien, Fotografien, Installationen und textilen Arbeiten, die sich mit so unterschiedlichen Themen wie Mensch und Natur, Verzerren. Verändern. Verwandeln oder der Ästhetik und Visualisierung von Texten beschäftigen. Wie kleine Nester, in denen neue Ideen ausgebrütet werden, präsentieren sich die Kunstwerke in der Schausammlung und halten für den Entdecker die eine oder andere Überraschung bereit.

Lili Fischer, die das Prinzip der Feldforschung in den 1970er Jahren in die Kunst einführte, unterrichtet seit 1994 an der Kunstakademie Münster. Das aktive Mitwirken ihrer Schülerinnen und Schüler an Gemeinschaftsausstellungen und an ihren eigenen Projekten liegen ihr am Herzen. Sie sieht sich als eine Begleiterin der Studierenden, die ihnen bei der Findung der eigenen Kreativität zur Seite steht. „Bei jedem sieht man was Eigenes, und dass muss man eigentlich nur entdecken. Es ist ein Quellenfinden“, versteht Lili Fischer ihre pädagogische Arbeit.

Mit Hilfe der Feldforschung werden Bereiche wie Alltag, Gesellschaft und Natur außerhalb von Museum und Galerie mit künstlerischen Mitteln bearbeitet. Dabei gewährt die Professorin ihren Studierenden großen künstlerischen Freiraum. Sie können sich ausprobieren – an Themen wie an Techniken, wenngleich das Zeichnen und die Performance einen hohen Stellenwert einnehmen. Stets regt Lili Fischer die Studierenden dazu an, jenseits der konventionellen Vorstellungen an die Welt und die Kunst heranzugehen. Das ist nicht nur eine Methode, sondern auch eine Lebenseinstellung, die sich in den ausgestellten Arbeiten widerspiegelt.

Info: Die Ausstellung „Studentennester“ Klasse Lili Fischer ist bis 8. September in der Schausammlung des Stadtmuseums Münster zu sehen. Mitwirkende: Joschua Knüppe, Susan Gretz, Gabriele Krafeld, Julia Warnecke, Therese Watolla, Agnes Maxsein, Malte Knickmeier, Hanna Kock, Janina Lemparty-Prang, Solveigh Krüger, Charlotte Watolla und Stephanie Michels. Der Museumseintritt ist frei.

Poetry 2013 – Wortgirlanden fliegen durch den Innenhof des Stadthauses in Münster

Wortgirlanden aus weißen Stoffbuchstaben ranken sich durch den begrünten Innenhof des Stadthauses 1 am Platz des Westfälischen Friedens. Sie wehen wie tibetische Gebetsfähnchen im Wind, laufen aufeinander zu, um sich dann wieder zu verzweigen. Jutta und Jan-Christoph Tonigs haben diese Installation im Rahmen von “Poetry 2013″ erneut realisiert.

Wortgirlanden

Foto: Tonigs

“Zieh mich dir nach so wollen wir laufen” ist die Arbeit überschrieben, für die das Künstlerpaar aus alter Aussteuer fast 3000 Buchstaben geschnitten hat. An dünne Schnüre genäht, spinnen sich diese wie ein Geflecht von Sinneszellen durch den Luftraum.

Den Girlanden nachlaufend erkennt der Betrachter poetische Passagen, sie reihen sich zu Worten, sind gesampelt zu einem lyrischen Knoten aus Prosatexten, Gedichtfragmenten und Liedern – die von der Liebe, den Gärten, dem Zusammenkommen, Bleiben, Verlieren und Hoffen erzählen.

Vom 16. bis zum 26. Mai 2013 präsentiert das städtische Kulturamt die Installation im Vorfeld des Lyrikertreffens (www.muenster.de/stadt/kulturamt). Am Donnerstag, 16. Mai, gibt es zum “Lyrischen Knoten” um 20.30 Uhr eine kurze Einführung im begrünten Innenhof des Stadthauses 1. Anschließend “Best of ZEBRA Film” in der Stadthausgalerie.

Neue Räume für die Kunst – LWL Münster veranstaltet Tagung zur Museums-Architektur

Im Spätsommer 2013 wird das neue LWL-Museum für Kunst und Kultur in Münster von dem Berliner Architekten Prof. Volker Staab dem Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) übergeben. Anschließend zieht die Kunst in die 51 Räume ein, bis dann 2014 das neue Haus eröffnet. Zum Abschluss der Bauarbeiten findet am 29. Mai 2013 (Mittwoch) die Tagung “Neue Räume für die Kunst” im LWL-Landeshaus in Münster statt.

Die Referate und Diskussionen greifen Aspekte rund um den Neubau auf: Den städteplanerischen Kontext skizziert Münsters Stadtdirektor Hartwig Schultheiß, die kulturpolitische Bedeutung der baukulturellen Aktivitäten des LWL beschreibt LWL-Kulturdezernentin Dr. Barbara Rüschoff-Thale. Ein Vergleichsbeispiel zur jüngsten Museumsgründung des Verbandes, dem LWL-Industriemuseum TextilWerk Bocholt, stellt Prof. Uwe R. Brückner vor. Eine Führung durch den Neubau des Museums sorgt für Auflockerung am Mittag, bevor sich die drei Vorträge am Nachmittag auf das neue Museum beziehen. Zur Architektur spricht Prof. Volker Staab, zur Inszenierung der Innenräume Henning Meyer vom Gestaltungsbüro Space4, Stuttgart. Die inhaltliche Konzeption des neuen Museums stellt Museumsdirektor Dr. Hermann Arnhold vor.

Abgerundet wird die Veranstaltung durch den Abendvortrag des englisch-norwegischen Architekten Robert Greenwood vom Architekturbüro Snøhetta (Oslo, New York), nach dessen Entwürfen z. B. die neue Bibliothek in Alexandria oder das Opernhaus in Oslo gebaut wurde. Der Vortrag in englischer Sprache beginnt um 19 Uhr.

Die Veranstaltung wird gefördert von der Sparkasse Münsterland Ost und ist eine Zusammenarbeit mit dem Bund Deutscher Architekten (BDA).

Der Eintritt zur Tagung ist frei. Eine Anmeldung unter museumkunstkultur@lwl.org ist erforderlich.

Abbundzeichen – Die Sprache der Zimmerleute im Freilichtmuseum Detmold

Einen Blick in die Museumsarbeit können Besucher des LWL-Freilichtmuseums Detmold am Freitag, 17. Mai 2013, werfen. Denn dann setzt das Museum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) seine Reihe „Restauratoren führen“ fort. Dieses Mal geht es um die Klärung der Frage, was eigentlich Abbundzeichen sind. Der Rundgang mit Gebäuderestaurator Timm Miersch startet um 15 Uhr am Museumseingang.

Zimmerleute Spache

Foto: LWL

Muster, Symbole, Zahlen oder Buchstaben dienen vor allem beim Fachwerkbau der sicheren Zuordnung der einzelnen Verbundteile. Anhand verschiedener Beispiele erklärt Miersch diese spezielle „Sprache“ der Zimmerleute und zeigt, welche Unterschiede es zwischen den einzelnen Werkstätten gab. Die zweistündige Führung ist kostenlos. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Weitere Infos gibt es unter Tel. 05231/706-104.

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Kreis Gütersloh und neun Kommunen starten Solar-Beratungsaktion 2013

Der Kreis Gütersloh und neun Kommunen beteiligen sich 2013 mit einer Solar-Beratungsaktion an der kreisweiten Initiative „Sonne sucht Dach“. In Borgholzhausen, Gütersloh, Steinhagen und Werther können sich Hausbesitzer und Eigentümergemeinschaften mit bis zu vier Wohnungen ab sofort für eine kostenlose und neutrale Solar- oder Sanierungsberatung zuhause bei der Umweltberatung im Rathaus anmelden.

Solarberatung

Geben den Startschuss für die Solar-Beratungsaktion im Kreis Gütersloh 2013:
(v. l.) Ursula Thering (Kreis Gütersloh), Dorothee Kohlen (Stadt Rheda-Wiedenbrück), Gabi Siepen (Gemeinde Steinhagen), Stephan Borghoff (Stadt Halle), Simone Marquardt (Stadt Werther), Andrea Flötotto (Stadt Gütersloh), Uwe Schiewe (Gemeinde Herzebrock-Clarholz), Stefanie Scharf (Stadt Schloß Holte-Stukenbrock), Norbert Wichmann (Stadt Versmold), Bernd Schüre (Stadt Gütersloh), Dirk Nolkemer (Stadt Borgholzhausen) sowie die Energieberater Matthias Starke, Frank Simon, Jutta Sorey, Reiner Stracke, Bettina Berenbrinker, Oliver Vredenburg, Josef Dieding und Richard Stefanik.

Die Beratung erfolgt durch neutrale Energieberater, die vom Kreis Gütersloh im Rahmen eines Bewerbungsverfahrens ausgewählt wurden. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. In den Kommunen Halle, Herzebrock-Clarholz, Rheda-Wiedenbrück, Schloß Holte-Stukenbrock und Versmold findet die Solar-Beratungsaktion im Herbst 2013 statt. Hier sollte die Anmeldung spätestens im September erfolgen. Weiterlesen »