Deutschland hat gewählt – bundesweite Monopoly Deutschland Wahl für Bielefeld
Wer kennt sie nicht, die Sprüche des Spiels Monopoly. “Gehe nicht über LOS, ziehe nicht 4.000 DM ein”. Monopoly ist ein Spieleklassiker. Seit September gibt es nun eine Monopoly-Ausgabe die verschiedene deutsche Städte auf dem Spielbrett zusammenbringt – Monopoly Deutschland.
Vom 15. Januar bis zum 1. April war jeder Bürger aufgefordert, auf der Webseite http://www.monopoly.de/ per Mausklick selbst zu entscheiden, welche Stadt mit welchem Wahrzeichen sie oder er am liebsten auf dem Spielbrett von Monopoly Deutschland sehen möchte. Insgesamt wurden 550.000 Stimmen für Städte, Wahrzeichen, Bahnhöfe und regenerative Energien abgegeben. Ursprünglich waren 38 Städte aus Deutschlands Norden, Osten, Süden und Westen nominiert, die in einer Matrix aus Einwohnerzahl, Bekanntheitsgrad, kultureller Relevanz und geografischer Abdeckung ermittelt wurden. Mit großangelegten Unterschriftenaktionen und Petitionen konnten Saarbrücken, Aachen und Jena nachwirkend eine Nominierung erreichen, so dass schließlich 41 Kandidaten zur Wahl standen. Für jede Stadt konnte aus vier Wahrzeichen ausgewählt werden, von denen das meist gewählte stellvertretend auf dem Spielbrett abgebildet sein würde. Mehr als eine halbe Million Stimmen wurden über die Wahlperiode von elf Wochen abgegeben.
Im Kampf um die legendäre Schlossallee erobert sich Bielefeld die Elisenstraße auf dem Monopoly Brett. Mit knappem Abstand unterlag Bielefeld der westfälischen Konkurrenz aus Münster. Paderborn hat es leider nicht unter die 22 Städte auf dem Spielbrett geschafft. Die Sparrenburg als das bekannte Wahrzeichen Bielefelds lag bei den Wählern der ostwestfälischen Metropole hoch im Kurs und wird das Feld Bielefelds illustrieren. Der beliebte Ausflugsort auf dem Teuto setzte sich in der Wählergunst gegen den Alten Markt, das Leineweber Denkmal und das Stadttheater durch.
Für 1 Million Euro kann ab sofort jeder die Sparrenburg käuflich erwerben.
Und das Geld wird gebraucht. Denn nach all dem Wahlkampf ist doch die alte Burg aus dem 13. Jahrhundert ganz schön müde geworden und braucht dringend notwendige Schönheitsoperationen. Um die Sparrenburg vor dem Verfall zu retten ist eine Sanierung des Burgareals in Höhe von ca. 7,5 Mio. Euro notwendig. Aus der mächtigen Nordostwand hatten sich quadratmeterweise Steine gelöst, da Efeuwurzeln und Feuchtigkeit ihre Spuren hinterlassen hatten. Der Sparrenburg sind förmlich die Zacken aus der Krone gefallen. Neben all den Denkmalbestimmungen die bei der Sanierung eingehalten werden müssen, ist die Sparrenburg auch noch ein lokales Flora-Fauna-Habitat (FFH). Neben Denkmalschutz heißt es hier Artenschutz für die Fledermäuse, Schneckenpopulationen und schützenswerten Pflanzen.
Auf das die Burg sich wieder herausputze, denn bei der prominenten Platzierung auf dem Spielbrett ist sicherlich der ein oder andere Tourist zusätzlich zu erwarten.
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Geschrieben: 25 Oktober, 2007 in Ausflugstipp, Bielefeld.








