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Ostwestfalen mit dem Fahrrad – Die Landesgartenschau-Route lockt

Gerade hat die Landesgartenschau in Rietberg mit fast 900.000 Besuchern ihre Pforten geschlossen. Schon reiht sie sich ein in eine wunderbare 140 km lange Fahrradroute, die die Stadt Lünen mit Paderborn verbindet. Und wer sich die Zeit nimmt und diese Strecke tatsächlich einmal erradelt, der wird auch erfahren, dass Westfalen durchaus ein Kulturland ist und die westfälische Küche für Geniesser ist. Die LGS-Route ist sehr gut ausgeschildert, eine bunte Blüte kennzeichnet den Weg.

Startort ist das an der Lippe gelegene Lünen. Je nach gewünschter Fahrtrichtung kann man die Fahrradtour aber auch im ostwestfälischen Paderborn beginnen. In Lünen fand 1996 eine Landesgartenschau statt. Heute noch sichtbares Zeichen ist der Seepark Lünen mit dem Horstmarer See und dem benachbarten Schlosspark Schwansbell mit dem Museum der Stadt Lünen. Über Bergkamen verläuft die LGS-Route in nordöstlicher Richtung am Lippeufer entlang. Kurz vor Hamm wird die Fahrradroute direkt am Hamm-Datteln-Kanal und an der Lippe entlang geführt. Seit 1984 hat die Stadt ein neues Wahrzeichen: Der begehbare Glaselefant im Maximilianpark war seinerzeit der weithin sichtbare Hingucker der ersten Landesgartenschau in NRW. Im Rahmen dieser Premiere wurde das ehemalige Zechengelände Maximilian vorbildlich zu einem noch heute sehenswerten Landschafts- und familienfreundlichen Park mit vielfältigen Freizeitmöglichkeiten, wie Ausstellungen, dem größten tropischen Schmetterlingshaus NRWs oder Open-Air-Veranstaltungen umgestaltet. Weiter geht es in Richtung Norden nach Ahlen. Ein Besuch dieser Stadt, in der münsterländischen Parklandschaft mit einer recht lebendigen Museenlandschaft, dem historischen Marktplatz und der denkmalgeschützten Zechenkolonie lohnt sich. Entlang des Flusses Werse geht es weiter in östlicher Richtung. Schon bald erreicht man Beckum. Nach einigen Kilometern kreuzt die LGS-Route die Autobahn 2 und man gelangt nach Oelde. 2001 enstand dort im Rahmen der dortigen Landesgartenschau der Vier-Jahreszeiten-Park, mit Kindermuseum und sehr schönem Parkbad. In Oelde haben Bierspezialitäten und Spirituosen traditionell ihre Heimat. Im Brauereimuseum können Gäste einen Blick hinter die Kulissen der Entstehung des Gerstensaftes werfen. Zu Oelde gehört auch die Historische Höhenburg Stromberg und eine schöne Wallfahrtskirche. Nun führt die LGS-Route entlang der Ems in die Doppelstadt Rheda-Wiedenbrück, in der 1988 eine der bisher erfolgreichsten Landesgartenschauen stattfand. Auch heute noch verbringen jedes Jahr zahlreiche Besucher ihre Freizeit in dem fast drei Kilometer langen Flora-Westfalica-Park, der die beiden Stadtteile Rheda und Wiedenbrück durch ein grünes Band miteinander verbindet. Den Besucher erwarten unter anderem ein Rosengarten und ein Erlenbruchwald, ein Emssee sowie eine naturbelassene Auenlandschaft. Unbedingt einplanen sollte man einen Abstecher in die Innenstädte von Rheda und Wiedenbrück. Eine historische Altstadt mit Fachwerkhäusern sowie ein Wasserschloss sind zu sehen. Nicht weit entfernt von Rheda-Wiedenbrück erreicht man über die LGS-Route die Stadt Rietberg. Über 60 liebevoll restaurierte Fachwerkgebäude gaben Rietberg auch den Beinamen „Stadt der schönen Giebel“. Besonders markant ist das historische Rathaus; besuchenswert sind auch die Johanneskapelle und das Bibeldorf. Nach kurzer Fahrt in östliche Richtung erreicht man auf der LGS-Route das Delbrücker Land und die Stadt Delbrück. Besonders sehenswert ist der malerische Kirchplatz mit historischen Fachwerkhäusern, die rund um den „Schiefen Turm von Delbrück“ angeordnet sind. Am malerischen, denkmalgeschützten Boker Kanal mit seinen Schleusen und Bewässerungsbauwerken verläuft die LGS-Route in Richtung Schloß Neuhaus. Kurz vor dem Erreichen der ehemals fürstbischöfliche Residenz gelangt man auf das Gelände der Landesgartenschau 1994. An den Flüssen Lippe, Alme und Pader entstand ein Naherholungsgebiet. Das Weserrenaissance-Schloss wird von einem blumenreichen Barockgarten umgeben. Das letzte Stück der LGS-Route folgt den Paderauen bis nach Paderborn. Dom, Rathaus, Paderquellgebiet und Adam-und-Eva-Haus sind nur einige Sehenswürdigkeiten.

Weitere Infos auf der extra für die Route eingerichteten Website.
 

 

Tipp: Stadt- und Gästeführungen in Ostwestfalen und dem Münsterland

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Pingback from Auf den Spuren des Westfälischen Friedens – Mit dem Fahrrad auf der Friedensroute | Die Ostwestfalen
Posted: Mi 22. Oktober 2008 at 19:39

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