Stadtmuseum Gütersloh zeigt Lego – Ostergarten

Passend zur Osterzeit lädt das Stadtmuseum Gütersloh vom 28. März bis 15. April 2018  (geschlossen Karfreitag, Ostersonntag und Ostermontag) dazu ein, mit einem „Lego-Ostergarten“ die Passionsgeschichte Christi neu zu erleben. Dabei ist die Wanderausstellung der katholischen Propstei Werl nicht die erste Legoausstellung des Museums, aber eine mit einer besonderen und erfolgreichen Entstehungsgeschichte.
2015 wurde der Ostergarten von 20 Jugendlichen und Erwachsenen aus der Werler Pfarrei in zwei intensiven Bauphasen geplant, entworfen und gebaut. „Die Geschichte mit Lego neu erzählt, ist für alle viel ansprechender, als nur trocken aus der Bibel zu lesen“, erzählte Gemeindereferent Markus Ende über die ursprüngliche Idee. Eigentlich begann der Ostergarten nur als religionspädagogische Projekt für die Gemeinde, doch dank des unerwartet großen Erfolgs durch fast alle Altersgruppen hindurch, wurde beschlossen, daraus eine Wanderausstellung für Kirchen in ganz Westfalen zu erstellen. In Gütersloh ist die Ausstellung nun erstmals in einem Museum zu sehen.

Bild: Ostergarten in Lego

Die klassische Ostergeschichte wird vom Einzug Jesu von Nazareth in Jerusalem über seine Verurteilung bis hin zur Auferstehung erzählt, die für Christen die Bedeutung des Osterfests ausmacht. Verwendet wurden nur Original-Legosteine, die teilweise jedoch an die Bedürfnisse der Ausstellungsmacher angepasst wurden. So haben sie Jesus, seinen Jüngern und anderen wichtigen Personen kleine handgefertigte Stoffmäntel angezogen und sie je nach Situation mit verschiedenen Gesichtsausdrücken ausgestattet. Dabei haben sich die Erbauer auch humoristisch ausgelebt. So befindet sich in jeder Station ein ungewöhnliches kleines Detail, seien es die Croissants beim Abendmahl oder der Zauberer mit spitzem Hut, der sich in Jesus Anhörung geschlichen hat.
Insgesamt sieben lebendige und detaillierte Stationen sind quer durch die Dauerausstellung des Stadtmuseums im Fachwerkhaus verteilt. Diese Idee wurde eigentlich aus der Not geboren, den Platz für die aktuelle Sonderausstellung „Rohrstock, Ranzen, Ratzefummel“ der Altstadtschule nicht einzuschränken. Beim Aufbau hat das Museumsteam daraus jedoch einige lohnende neue Perspektiven entwickelt. So findet sich die Legoplatte zur Kreuzigung vor der großen Kreuzigungsgruppe aus Holz, die bis ins 19. Jahrhundert in Güterslohs „Alter Kirche“, dem Vorgänger der heutigen Apostelkirche, im Altarraum hing. „Und dank der Winkel im Obergeschoß des Fachwerkhauses konnten wir Licht und Schatten rund um die Grablegung und die Auferstehung besser inszenieren, als in jedem Sonderausstellungsraum“, zeigt sich Museumsleiter Franz Jungbluth zufrieden. Einziger Wermutstropfen: zwei Stationen sind nicht barrierefrei zugänglich, da sich der „Kirchenraum“ in der ständigen Ausstellung des Museums in einem Zwischengeschoß befindet.
An Karfreitag und den beiden Ostertagen hat das Haus zwar geschlossen, ansonsten hofft das Museum an der Kökerstraße aber auf viele Besucher während der Osterferien und die eine oder andere Jugendgruppe, die in der Woche bis zum 15. April noch den Weg in die Ausstellung findet.
Gruppen können eine etwa einstündige Führung mit Einleitungsfilm und abschließender Gruppenaktivität buchen. Für Einzelbesucher wurde ein kleines Quiz zu den Stationen erstellt, bei dem sie ganz genau hinschauen müssen um die vielen kleinen Details zu entdecken. Als Eintrittskarte fungieren während des Ostergartens zudem die „Jüngerkarten“ mit den Wegbegleitern Jesu, die sich in fast jeder Station wiederfinden lassen und in ganz unterschiedliche Situationen und Gemütslagen zu sehen sind. Wer sich darauf einlässt, kann also auf den Spuren „seines“ Jüngers die Ostergeschichte und das Stadtmuseum erleben.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.