Wilhelm Busch und Westfalen
Das Westfälische Literaturmuseum Kulturgut Nottbeck, das wir hier schon öfters vorgestellt haben, startet im neuen Jahr gleich mit einer Ausstellung zum 100. Todestag des großen humoristischen Dichters und Zeichners Wilhelm Busch.Wilhelm Busch (1832-1908) gilt als Erfinder der aberwitzigsten Kindergeschichten, die die Literaturgeschichte kennt. Seine Beliebtheit hat über Generationen hinweg schwindelerregende Ausmaße erreicht. Den „Ahnherrn des deutschen Humors” ve
rbindet aber auch viel mit Westfalen: Diese bislang noch wenig bekannte Spur verfolgt das Museum für Westfälische Literatur in der Ausstellung „Wilhelm Busch und Westfalen” und rückt den „westfälischen Busch” in den Mittelpunkt.
Die zahlreichen Bezüge zu Westfalen ergeben sich sowohl aus der Biographie Wilhelm Buschs als auch aus seinem Werk und der Rezeptionsgeschichte. Buschs Vater stammt aus Ilvese. Das kleine Dörfchen ist heute ein Ortsteil von Petershagen im äußersten Nordostzipfel Westfalens. Ein weiterer westfälischer Berührungspunkt besteht in Buschs reger Korrespondenz mit seiner „Lieblingsnichte” Grete Meyer in Münster in seinen letzten Lebensjahren. Zusätzliche Themenschwerpunkte bilden Buschs Illustrationen der „Jobsiade” des Bochumer Arztes Karl Arnold Kortum und des „Naturgeschichtlichen Alphabets” des Detmolder Kunststudenten Frieder Carl Adams. Initiator der Ausstellung ist der Oelder Busch-Kenner Dr. Ulrich Gehre.
Ein bunter Busch-Abend mit Ulrich Gehre eröffnet die Ausstellung am 24.1. um 19.30 Uhr. Frei nach dem Busch-Motto „Lieber ein bissel zu gut gegessen, als wie zu erbärmlich getrunken” gibt es dazu literarisch-kulinarische Leckereien.
Eintritt: frei, Anmeldung erbeten
Text und Fotos: Museum für Westfälische Literatur – Kulturgut Haus Nottbeck
Landrat-Predeick-Allee 1 – 59302 Oelde-Stromberg
Öffnungszeiten: Dienstag – Freitag: 14.00 – 18.00 Uhr
Samstag, Sonntag und an Feiertagen: 11.00 – 18.00 Uhr
Weitere Informationen unter Tel.: 0 25 29 / 94 55 90 und unter http://www.kulturgut-nottbeck.de
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Geschrieben: 2 Januar, 2008 in Ausflugstipp, Kultur, Oelde.
Comments
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Comment from Margret Eberl
Posted: Mo 7. Januar 2008 at 01:54
Das beschauliche Ilvese und und die gute Grete Meyer – welch Glücksfälle für alle Busch-Freunde, deren Herzen westfälisch schlagen! Darüber hinaus gibt es mindestens noch einen weiteren Glücksfall, nämlich diesen: Passend zum runden Gedenkjahr hat “Die Zeit Geschichte” ein wunderschönes Heft zum Leben und Werk des großen Humoristen Wilhelm Busch herausgegeben (Nr. 4 / 2007). Unter dem Titel “Unserem liebsten Klassiker, dem Vater von Max & Moritz, zum 100. Todestag” haben die Redakteure in bewährter Machart allerhand “Huldigungen und Hochrufe, Bilder und Essays” zusammengetragen. Sehr empfehlenswert! Eine Anschaffung fürs Leben, ein Muss für das Stadtarchiv von Ilvese … und Grete Meyer aufs Grab zu legen.