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Christiane Ritschel

 

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Zurück in die Gegenwart – Lernort für Nachhaltigkeit, Umwelt und Entwicklung

Labor Bielefelder Naturkunde-MuseumNaturkunde Museum Bielfeld, eingeschleppte Tierarten„Wir freuen uns, dass Sie sich für eine Reise in die Zukunft entschieden haben. Sie führt uns heute in ein Science-Center für Natur und Umwelt.” Mit diesen Worten begrüßt eine Roboterstimme die Besucherinnen und Besucher des Naturkunde-Museums (namu) in Bielefeld. Exponate hinter verstaubten Vitrinen sucht man hier vergebens. Das Konzept der 2007 eröffneten Dauerausstellung kehrt die traditionelle Abfolge naturkundlicher Ausstellungen um. Zukunft – Gegenwart – Vergangenheit lautet das Motto, das bereits im letzten Jahr rund 25.000 Naturfreunde anlockte. Die Reise in die Zukunft beginnt in einem Fahrstuhl. Zu den Klängen des Liedes „In the year 2525″ reist der Besucher in ein futuristisch gestaltetes Labor. Mähnenwolf, Feldhamster oder Magellanpinguin – Dutzende Tiere wurden hier schockgefroren, in der Hoffnung, so ihr Überleben zu sichern. „Ungefähr im Jahr 2000 nach Christus standen die Bewohner der Erde vor großen Herausforderungen: der Klimawandel, das Aussterben von immer mehr Tierarten, Umweltkatastrophen in bis dahin unbekanntem Ausmaß wurden registriert. Unsere Ausstellung beschäftigt sich mit der Frage, ob den Menschen vor 500 Jahren die Gefährlichkeit dieser Situation bewusst war und was sie getan haben, um den Gefahren zu begegnen”, klärt die Roboterstimme auf. Anhand „historischer” Exponate, wie etwa einer Blauen Tonne oder einer Handtasche aus Krokodilleder, zeigt der Raum die vielfältigen Anstrengungen, die zu Beginn des 21. Jahrhunderts unternommen wurden, um dem Verlust der biologischen Vielfalt zu begegnen.

Durch eine Schleuse geht es in den zweiten Ausstellungsbereich. Hier werden in fünf Räumen die gegenwärtigen Hauptursachen für die Bedrohung von Fauna und Flora, für den Klimawandel und die Ressourcenübernutzung gezeigt. Lamellenvorhänge mit Werbesprüchen wie „Geiz ist geil”, „Gib Gas, ich will Spaß” oder „Die Welt zu Gast bei Freunden” zieren die Eingangsbereiche der jeweiligen Räume. Dank vieler spielerischer Elemente werden die komplexen Zusammenhänge auch für Kinder verständlich. Verpackt in verschiedene Reisekoffer, finden sich in einem Wohnzimmer eingeschleppte Tier- und Pflanzenarten wieder. 

Nicht weniger überraschend gestaltet sich der nächste Raum: ein Gerichtssaal, in dem unter Vorsitz von Richter Bruno Bär gegen Currywurst, Pommes und Mayonnaise verhandelt wird. Zeugen der Anklage sind Tiger, Klammeraffe und Feldhamster. Auf Knopfdruck beginnt ein Hörspiel, bei dem der Zusammenhang zwischen billigem Fleisch, importierten Futtermitteln und der Regenwaldzerstörung veranschaulicht wird.

Die neue Dauerausstellung vermittelt auf spielerische Art und Weise aktuelle wissenschaftliche Themen wie Umwelt und Entwicklung. Es geht um ausSterben und überLeben. Das Bielfelder Museum ist Mittwochs – Sonntag von 10 – 17.00 Uhr geöffnet. Weitere Infos auf der Museumswebsite.


Kommentare

Pingback von Ur-Lurch, Fischsaurier und Wollnashorn – Eintauchen in die Urgeschichte Bielefelds | Die Ostwestfalen
Time So 20. April 2008 at 00:09

[...] Hin- und Rückfahrt inklusive Eintritt in das Naturkunde-Museum mit neu gestalteter Dauerausstellung kosten 4,50 [...]

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