Japanischer Farbenrausch in Ostwestfalen-Lippe
Japan hat seit jeher die Menschen in Europa fasziniert. Bereits Vincent van Gogh und Kollegen waren begeistert von japanischen Farbholzschnitten, die im 19. Jahrhundert nach Europa kamen. Die Wirtschaft schaute lange Jahre neidisch nach Japan was den wirtschaftlichen Erfolg an ging und zuletzt machte japanische Küche in der ”Alten Welt” Furore.
Der neueste Trend, der sich zu einem ausgewachsenen Japanfieber entwickelt hat, ist die Begeisterung für Manga und Animée. Just zeigen in Frankfurt 2 Museen Erzeugnisse dieser eigenen japanischen Welt. Wenn wundert´s, dass da Ostwestfalen-Lippe ohne Tusch und Glamour, mal eben den ersten Ausländern, der bei einem Mangagroßmeister in Japan Mangazeichnen gelernt hat, in einer Ausstellung würdigt.
Georg Matthes, der gebürtige Düsseldorfer und Wahljapaner, hat Anfang der 70er Jahre bereits mit Erfolg in Japan Manga veröffentlicht. Selber als Filmemacher, Fotograf und Fernsehproduzent erfolgreich, hat er ein reichhaltiges Oeuvre geschaffen, das Japan in Foto, Film und Zeichnung in seinen Farben zeigt.
Begnadete Körper zeigen und tanzen japanischen Geschichten, nach der Regie eines Deutschen und das schon seit über 30 Jahren. Matthes, der seine Filme und Fotoproduktionen von seiner Frau, der Kimono-Designerin Kazue Matthes ausstatten lässt, hat die Gradwanderung zwischen Japan und Deutschland unbewußt zum Lebensmotto gemacht. Was Manga alles sein kann zeigt Matthes in der Ausstellung “Georg Matthes -Artvideos – Videostills” die im Kunstverein Gütersloh vom 03.04 bis zum 11.05.2008 zu sehen ist.
Darüber hinaus zeigt die farbenprächtige Schau auch Bühnenkimonos von Kazue Matthes. Diese Kimonos sind für den japanischen Künstler Sho Hiroshi, gefertigt, den Kazue Matthes seit 1996 ausstattet. Erstmalig sind in dieser Ausstellung 46 Arbeiten von Georg Matthes und vier Kimonos von Kazue Matthes zu sehen.
Die Eröffung der Ausstellung ist am 03.04.2008 ab 19 Uhr im Kunstverein Gütersloh. Der Eintritt ist frei.
Geschrieben: April 1st, 2008 unter Geschichte, Gütersloh, Kultur.
Tags: Fotografie, Georg Matthes, Japan, Kimonos, Kunstausstellung, Kunstverein Gütersloh, Tanzfilm, Videostills
Kommentare
Pingback von Hello Kitty, Maneki und Origami leicht gemacht | Die Ostwestfalen
Time Di 10. März 2009 at 22:35
[...] Beispiel über den Japanischen Farbenrausch in Ostwestfalen-Lippe, über traditionelle japanische Lebensart in Bielefeld oder Ostwestfalen wird [...]






Pingback von 30 gegen 3 Millionen – SKULPTUR UND MALEREI AUS BERLIN in Schloß Holte-Stukenbrock | Die Ostwestfalen
Time Mi 2. April 2008 at 23:47
[...] Japanischer Farbenrausch in Ostwestfalen-Lippe [...]