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Stolpersteine in Gütersloh – Erinnerung an die Zeit des Nationalsozialismus

Mit dem europaweiten Projekt “Stolpersteine” erinnert der Künstler Gunter Demnig an die Vertreibung und Vernichtung von Juden, Zigeunern, politisch Verfolgten, Homosexuellen, Zeugen Jehovas und Euthanasieopfer in der Zeit des Nationalsozialismus.

Gunter Demnig erinnert an die Opfer der NS-Zeit, indem er vor ihrem letzten selbstgewählten Wohnort kleine Gedenktafeln aus Messing, die Stolpersteine, in den Bürgersteig einlässt. Inzwischen liegen die Stolpersteine in über 300 Orten in Deutschland, Österreich, Ungarn und in den Niederlanden. Auf jedem Stolperstein steht “Hier wohnte ..” und dann der Name, des Menschen an den erinnert werden soll. Wer eine Patenschaft für einen Stolperstein für 95 Euro übernehmen möchte, der kann dies über die eMail-Adresse von Gunter Demnig tun. info@stolpersteine.com

Am 23. Mai 2008 wurde Gunte Demnig von Justizministerin Brigitte Zypries und Innenminister Wolfgang Schäuble als “Botschafter für Demokratie und Toleranz” für sein Projekt Stolpersteine in Berlin geehrt.

Am Donnerstag, 5. Juni werden in Gütersloh die nächsten “Stolpersteine” verlegt und somit an Orte jüdischen Lebens in der Stadt Gütersloh erinnert. Bereits 2005 und 2006 hat Demnig Stolpersteine in Gütersloh verlegt. Finanziert wurde der Kauf der Stolpersteine durch Gütersloher Bürgerinnen und Bürger. Der erste “Stolperstein” am 5. Juni wird um 9.30 Uhr an der Berliner Straße 48 ins Pflaster eingelassen. Insgesamt hat sich Demnig an diesem Vormittag die Verlegung von 13 Steinen an fünf Stellen vorgenommen. Hier die genauen Orte, an denen Stolpersteine am Donnerstag in Gütersloh verlegt werden.

Aktion „Stolpersteine” in Gütersloh

Donnerstag, 5. Juni 2008

Beginn 9.30 Uhr vor dem Haus
Berliner Straße 48

Julius Wolf, geb. 1881 – deportiert 1942
Friedrich Wolf, geb. 1891 – deportiert 1943
Domhof 5

Ida Löwenstein, geb. 1868 – deportiert 1943
Münsterstraße 24

Emma Blumenthal, geb. 1868 – deportiert 1943
Sofie Schönenberg, geb. 1892 – deportiert 1943
Gustav Ruthenburg, geb. 1882 – deportiert 1941
Bernhard Ruthenburg, geb. 1883 – deportiert 1943
Rosa Weinberg, geb. 1886 – deportiert 1942
Paula Ruthenburg, geb. 1888 – Flucht in den Tod 1942
Karl Ruthenburg, geb. 1892, deportiert 1944
Münsterstraße 32

Luise Ostheimer, geb. 1896 – deportiert 1943
Anna Rosendahl, geb. 1901 – deportiert 1942
Bismarckstraße 16

Max Katz, geb. 1878 – deportiert 1942
(Hier liegt bereits ein Stein, der korrigiert werden muss, da erst nach der Verlegung das richtige Geburtsjahr ermittelt wurde)

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Comments

Comment from Penelope
Posted: Di 11. November 2008 at 17:01

Das ist ja alles sehr traurig, doch für unsere Nutztiere ist jeden Tag Holocaust. Die meisten Lebenden haben nichts mehr mit der NS-Zeit zu tun, sie quälen stattdessen andere Mitgeschöpfe eher unbewusst durch den Kauf und Verzehr von Tier”produkten”. Der heutige “Verbrauch” davon hat perverse Dimensionen angenommen. Man sollte nicht nur an die Menschenleiden durch Menschen erinnern, sondern ganz aktuell vor allem auf alltägliches unnötiges Tierleid durch den Menschen aufmerksam machen. Das muss nicht zuletzt aus Klimaschutzgründen unbedingt aufhören.

Comment from Jombinho
Posted: Fr 30. Januar 2009 at 17:09

Wie kann man denn bitte den Holocaust mit Tieren vergleichen???
So traurig es ist, wie manch ein Tier behandelt wird, aber es ist ja schon menschenverachtend wenn man Tiere mit Menschen vergleicht! Des Weiteren sollte man die Vergangenheit nicht vergessen sondern viel mehr aus ihr lernen. Das dieses immer mehr in Vergessenheit gerät kann man jedes Wochenende im gesamten Bundesgebiet bei diversen “Demonstrationen” beobachten. Ich denke, Sie sollten Ihren Kommentar noch einmal überdenken.

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