Sehnsuchtsorte in Halle – Multimediales Kunstprojekt von Maria Otte
Vom 2.9. – 30.09.2012 zeigt die Städtische Galerie “Alte Lederfabrik” in Halle/Westfalen die Ausstellung “Sehnsuchtsorte” von Maria Otte. Die Ausstellung wird am Sonntag, 2. September um 17 Uhr eröffnet.
Maria Otte präsentiert ihre Sehnsuchtsorte New Orleans und Berlin, den Sumpf am mexikanischen Golf und ihre Heimat am Rande des Braunkohletagebaus bei Luckau in Brandenburg.
Sie zeigt in ihren Bildern, dass „Sehnsuchtsorte“ sich gleichzeitig auf eine paradiesische Situation wie auf die Zerstörung beziehen können. Eine Sumpflandschaft im mexikanischen Golf wird einmal von Vögeln bevölkert und kurz darauf durch die BP Katastrophe zerstört. Sie zeigt den Grundriss eines zerstörten Hauses nach dem Hurrikan Katrina in New Orleans und gleichzeitig Studenten für die diese Stadt der Sehnsuchtsort ist, an dem sie Aufbauarbeiten leisten möchten.
Die Künstlerin benutzt alle verfügbaren Gestaltungsmittel um die widersprüchlichen Situationen sichtbar zu machen. Dabei bleibt die Fotografie aber immer ihr Werkzeug.
Allen Arbeiten ist das Suchen nach einem Paradies gemeinsam. Es drückt sich aus in dem Gestaltungswillen der Künstlerin und der selbstbewussten Lebensenergie der abgebildeten Menschen. Beide erfinden sich neu und lassen so beim Betrachter ein Bild von Schönheit und Ruhe in den Köpfen entstehen.
In der Ausstellung verbindet die Künstlerin die fotografischen Arbeiten mit einem Zusammenspiel sinnlicher Erfahrungen von Sehen, Riechen und Hören zu einem Gesamtkunstwerk. Das wird besonders in ihren Berlinbildern deutlich. Sie untersucht hier besonders die Magie symbolischer Orte, wie das Brandenburger Tor, den Dom und das Berliner Schloß. Es sind für sie Orte der Gemeinschaft , Erinnerungsbilder die für Visionen einer Gesellschaft stehen. Dabei werden bei dem Betrachter eigene Erinnerungen aktiviert. Es werden so bei dem Betrachter eigene Erinnerungen aktiviert.
Jedes Medium für sich löst einen eigenen oft widersprüchlichen künstlerischen Impuls zwischen Schönheit und Zerstörung, Vision und Betrachtung des Vorgefundenen zwischen Ordnung und Chaos aus.
Zur Eröffnung der Ausstellung wird das Tanztheater Stakkato, unter der Leitung von Erneste Junge, Osnabrück, ein Stück zum Thema entwickeln, das den sinnlichen Aspekt erweitern kann durch die Einbeziehung von Geruch, durch die Sinnlichkeit des Körpers, die Kleidung, durch Tanz und Bewegung. Diese Performance wird im Film festgehalten und ist während der gesamten Ausstellungsdauer zu sehen.
Öffnungszeiten: Samstag 11:00 – 18:00 und Sonntag 15:00 – 18:00 Uhr
und nach vorheriger telefonischer Vereinbarung: 0 52 01 – 18 31 64
Städtische Galerie “Alte Lederfabrik”, Alleestraße 64, 33790 Halle (Westf.)
Geschrieben: 3 August, 2012 in Halle.
Tags: Halle, Kunst









