Besichtigungen statt Ballermann
Besichtigungen statt Ballermann – titelten einige Zeitungen in der letzten Woche und beziehen sich dabei auf eine aktuelle Studie der Universität Paderborn und des Europäischen Tourismus Instituts zu den Urlaubsinteressen der Bundesbürger, die im Auftrag des Reiseveranstalters Gebeco durchgeführt wurde.
Die Mehrzahl der deutschen Urlauber hat großes Interesse an Kultur im Urlaub, denn 63,6 % der Befragten gaben an, dass sie sich bei ihrer letzten Urlaubsreise für das kulturelle Angebot der Ferienregion interessiert haben.
Entsprechend populär sind deshalb kulturelle Urlaubsaktivitäten. Nach Spaziergängen und Wanderungen steht für mehr als die Hälfte der deutschen Urlauber die Besichtigung einer Kirche oder eines Klosters auf dem Programm. Weitere beliebte Ausflugsziele sind Museen und Ausstellungen (48,2 %) und Burgen und Schlösser (42,3 %).
„Allerdings sind kulturtouristische Angebote keine Selbstläufer, die reiseerfahrenen Besucher erwarten eine anschauliche, lebendige Präsentation und keine trockenen Daten, Zahlen und Fakten”, warnt Professor Albrecht Steinecke, der wissenschaftliche Leiter der Studie.
Die Untersuchung zeigt weiter, dass Touristen bei der Besichtigung von Museen, Klöstern und Burgen durchaus Neues und Beeindruckendes kennen lernen möchten. Vorrangig suchen sie aber nach einer Abwechslung vom Alltag. Sie wollen in einer angenehmen Atmosphäre einen schönen Tag mit dem Partner oder der Familie verbringen.
Wer jetzt nicht gleich ein buddhistisches Kloster braucht, dem sei das Klosterland Ostwestfalen-Lippe empfohlen. Insbesondere das weltweit einmalige Museum für Klosterkultur, Kloster Dalheim nahe Paderborn. Oder er kann im Kreis Gütersloh gleich drei ehemalige Klöster (Herzebrock, Clarholz und Marienfeld) besuchen oder sogar zwei noch aktive mit dem Franziskanerkloster Wiedenbrück und der Benediktinierinnen-Abtei Varensell und den Tag mit dem neuen Wiedenbrücker Schule Museum mit dem Motto “Dem Himmel ein Stück näher” ausklingen lassen.
Jedenfalls sollte die Studie auch der Region OWL Mut machen. Ballermann ist hier sicherlich nicht, aber an sehenswerter Kultur gibt es hier eine Menge. Und Themenjahre wie z.B. das diesjährige Hermannsjahr aus Anlass des 2000 jährigen Jubiläums der Varusschlacht im Teutoburger Wald sind hervorragende Möglichkeiten für die Region sich im bunten Reigen der Tourismusregionen zu platzieren.
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Geschrieben: 18 März, 2009 in Kultur, Stadtführung.
Tags: Klöster in Ostwestfalen-Lippe, Stadtführungen










Pingback from Lippstadt – das Venedig Westfalens | Die Ostwestfalen
Posted: Mo 13. April 2009 at 21:05
[...] Doch die Absicht ist klar. Die Broschüre richtet sich an alle, die einen Kurztripp nach Lippstadt planen und wissen möchten, was man hier entdecken und erleben kann. Und laut einer Studie der Universität Paderborn und dem Europäischen Tourismusinstitut geht der Trend für Urlauber ganz klar zu Besichtigungen statt Ballermann. [...]