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Peter August Böckstiegel Stiftung in Werther gegründet

Den Beteiligten war die Erleichterung anzumerken, dass mit dem Gründungsakt am 18.12.2008 die Peter-August-Böckstiegel-Stiftung aus der Taufe gehoben worden ist. Das war der letzte noch fehlende Baustein in der Sicherung des Erbes des großen expressionistischen Malers Böckstiegel für seine Heimat. Westfalen, heute Ostwestfalen-Lippe, Kreis Gütersloh, Stadt Werther, Ortsteil Arrode, so ist die genaue, nicht google maps adäquate Verortung von Peter August Böckstiegel. Ein wichtiger, interessanter Maler, dessen Lebenswerk so ziemlich zusammengehalten worden ist. Einmal weil es nicht so furchtbar viele Sammler gab, zum anderen weil Böckstiegel nach 1945 ähnlich wie Otto Dix und Woldemar Winkler eben nicht an die Erfolge der Vorkriegszeit anknüpfen konnte. Sie gehörten zu den aussortierten Künstlern und ihre Formensprache war auch in der Nachkriegszeit nicht Massen- oder Regionalkompatibel. Selbst ein aufrüttelnder Brief Böckstiegels 1950 verfasst und an die Honorationen der Stadt Werther gerichtet, konnte daran nichts ändern.

Bildquelle: Regierungspräsidentin Thomann-Stahl und Landrat Adenauer beim präsentieren der Stiftungsurkunde der Peter-August-Böckstiegel-Stiftung

Heute geloben alle Beteiligten Besserung und das es mit einem Museum zu Person und Werk Böckstiegels kommen kann, haben die vielen Honoratioren aus Politik und Verwaltung, die bei dem Gründungsakt der Stiftung da waren beschworen. Allerdings wenn so viele Interessierte da sind, ist die Gefahr das jemand auch mehr als nur beim Aufbau helfen will, wohl unvermeidlich. Landesregierung in Form des zuständigen Staatssekretärs, die Regierungspräsidentin, der LWL-Chef und die zuständige Dezernentin, der Freundeskreis Böckstiegel, die Stadt Werther und der Kreis Gütersloh waren da, darüber hinaus noch viele Chefs der Städte und Gemeinden aus dem Kreis.

Alle müssen und sollen Geld in die Hand nehmen, damit aus dem schmucken aber kleinen Künstlerhaus durch einen Museumsanbau ein wirkliches Kunstmuseum werden kann. Wahrscheinlich zeigt hier Deutschland wieder sein Kunstherz, das ja bekanntlich in der Provinz schlägt. Und hoffentlich denken alle nicht zu klein, damit es wirklich ein Haus wird, das neben tollen und nicht zu kleinen Ausstellungen eben auch kunstpädagogisches veranstalten kann. Frau Ackermann hats in Stuttgart vor gemacht und kommt nun nach NRW.

Wir sind gespannt und hoffen, dass sich der Kreis Gütersloh mit diesem Museum, das so viel Potential bietet, das eine Ergänzung zu der großen Architektur in der Nachbarschaft sein kann im Kreis viele verbündete Kulturinstitutionen vorfindet vielleicht sogar ein Leuchtturm wird.

Mut, eine glückliche Hand und wenig Eitelkeiten der beteiligten Partner kann man hier nur wünschen.

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  2. Verl mutiert zum Immendorf(f)- Weiteres Werk von Jörg Immendorff im Verler Stadtbesitz
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Comments

Pingback from Der Radier-Roboter im Peter August Böckstiegel-Haus | Die Ostwestfalen
Posted: So 15. März 2009 at 13:37

[...] für ein neues/altes Museum noch nicht abgeschlossen sind. Ende 2008 wurde die Peter-August-Böckstiegel-Stiftung gegründet. Jetzt wird eine sehr wichtige Aufgabe, die Bestandserhaltung der Werke, in Angriff [...]

Pingback from Peter August Böckstiegel und die Bauern | kunstfreunde
Posted: Do 19. März 2009 at 23:18

[...] verdanken, dass sein Nachlass mit vielen Ölgemälden und grafischen Werken heute in einer Stiftung zusammengefasst ist, den der heimische Kreis Gütersloh und ein Freundeskreis [...]

Pingback from Programmhinweis: WDR mit Westart im Böckstiegel-Haus in Werther – Arrode | Die Ostwestfalen
Posted: So 22. März 2009 at 15:50

[...] Sohn Vincent Böckstiegel hinterlassen hat. Ende 2008 wurde zur Erhaltung des Werkes die Peter-August Böckstiegel Stiftung gegründet. Ob es einen unterirdischen Museumsneubau geben wird, mit dem die ländliche [...]

Comment from Uta Reif
Posted: Sa 30. April 2011 at 10:26

Drei Jahrzehnte lang wohnte ich im Raum Bielefeld, ohne von dem interessanten Maler Peter August Böckstiegel etwas zu wissen. Ich kannte nur eine Person, die in der Böckstiegelstraße in Bielefeld wohnte. Auf meine Frage, wer denn Herr Böckstiegel gewesen sei, erfuhr, dass er irgend so ein Heimatmaler sei. Das klang so abfällig, dass mein Interesse damit versiegte. In den vergangenen fünf Jahren gewann er durch verschiedene Hinweise meine Aufmerksamkeit: Zeitungsartikel, Ausstellungen und als Geschenk von einer mir sehr geschätzten Person ein Bildkartenblock mit zahlreichen Böckstiegelgemälden. Heute gehe ich zum ersten Mal mit einem Kunstliebhaber in sein Haus. Bin gespannt.

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