Sehenswerte Bauten in Ostwestfalen – Johann Conrad Schlaun
In Ostwestfalen gibt es natürlich nicht nur Sport und Wirtschaft, sondern auch eine ganze Menge Sehenswertes. Da wird es Zeit, dass wir eine neue Kategorie Kultur mit in dieses Blog aufnehmen. Für die Tour de Provinz hier ein kleiner Beitrag zum großen westfälischen Barockbaumeister Johann Conrad Schlaun. Der große Baumeister ist nicht nur für so bekannte und gelungene Bauwerke wie den Münsteraner Erbdrostenhof oder das Schloss Clemenswerth im Emsland bekannt, sondern auch für kleine Bauwerke wie sein eigenes „Landhaus” das Rüschhaus oder die Sakramentskapelle in Büren. Dort hat er als Bauleiter die Errichtung des Jesuitenkollegs zwischen 1717 und 1720 überwacht und entwarf quasi nebenbei noch die kleine pavillionartige Sakramentskapelle. Wirklich ein barockes Kleinod, auch wenn seine ursprüngliche Errichtung auf eine Mordtat an einem Bürener Juden im Mittelalter, der in einen jüdischen Hostienfrevel umgedeutet wurde, aufbaut.Schlaun war unermüdlich bis an sein Lebensende im Jahre 1773 im Dienste seiner Landesherren unterwegs und baute was erkonnte.
Heute sind viele seiner ehemals 80 bekannten Bauwerke noch vorhanden und das ganz viel in Westfalen. Natürlich gehört auch Augustusburg bei Brühl genannt, aber Westfalen mit seinen regionalen Baumaterialien, Backstein und Sandstein hat er bis heute seinen Stempel aufgedrückt.
Toll ist auch das es wenigstens ein zeitgenössisches Bild von ihm gibt, zwischen 1761 und 1773 gemalt, im Landesmuseum in Münster zu Hause, was etwas Auskunft zu diesem fleissigen und genialen Baumeister in Westfalen gibt. Es lohnt sich auf Schlauns Spuren durch Westfalen zu wandeln, denn immer ist was architektonisch nettes am Wegesrand.
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Geschrieben: 16 November, 2007 in Kultur.








