Wie Goethe dachte, dichtete und liebte. Das Nathan-Ensemble rezitiert!
Eine der großen Gedichtsammlungen deutscher Sprache steht am Sonntag, 19. August 2012, 11 Uhr im Mittelpunkt des Dalheimer Sommers. Bei der traditionellen Matinee rezitieren die Mitglieder des Schauspiel-Ensembles rund um Wolfgang Kühnhold aus Johann Wolfgang von Goethes „West-östlicher Divan“.
Wie im diesjährigen Dalheimer Sommertheater – Gotthold Ephraim Lessings „Nathan der Weise“ – ist der Orient auch für den späten Goethe Ausgangspunkt für eine Dichtung. Intensiv setzte er sich mit persischer Dichtung auseinander. Dies fand Niederschlag in einer Sammlung von Gedichten, die die Welten des Orients und des Okzidents zu verbinden sucht. Während Goethe die Bezeichnung „Divan“ in Anlehnung an ein Werk des persischen Dichters Hafis beibehielt, kennzeichnet er mit dem Zusatz „west-östlich“ die Begegnung zweier Kulturen und zweier Literaturen. Die 1819 erschienene Gedichtsammlung gibt Einblick in das ganze Spektrum des Goetheschen Dichtens und Denkens – und in sein Lieben, denn die schönsten Gedichte der Sammlung sind Liebesgedichte, die der 70-Jährige als frisch Verliebter verfasste.
In der Einstudierung und unter Mitwirkung des Intendanten und Nathan-Darstellers Wolfgang Kühnhold lassen die Mitglieder des Schauspiel-Ensembles (Lisa Meiercord, Nadia Gruhn, Andreas Dierkes, Pascal Ginzel, Rüdiger Meyer und Hans-Gilbert Reuß) die meisterhaften Verse Goethes im ehemaligen Dalheimer Refektorium lebendig werden.
Information und Karten (10 Euro) unter Telefon (05292) 9319-224 oder unter www.dalheimer-sommer.de.
Geschrieben: 14 August, 2012 in Paderborn.
Tags: Dalheim, Kloster








