Herbstzeit ist Wanderzeit – Wandern im Weserbergland – Serie Wanderwege
Jahrelang galt das Wandern als spießiger Rentnersport. Doch jetzt erlebt die urdeutsche Bewegungslust ein Comeback. Und das vor allem bei jungen Leuten. Und wem das Wort Wandern zu langweilig klingt, nennt es halt Trekking. Dann passt es auch wieder gut in die Reihe von Rafting, Kitesurfen, Mountainbiking oder Climbing. Wie immer man es auch nennen mag, das gehen über lange Strecken ist wieder in, sicherlich gepusht durch den Bestseller von Hape Kerkeling “Ich bin dann mal weg” oder Manuel Andracks “Du mußt wandern”. 34 Millionen Deutsche brechen laut Schätzungen regelmäßig zum Wandern auf. Und für Orientierungslose gibt es bereits die GPS-Geräte, ein Navigationsgerät, welches den Wanderer sicher geleiten soll. Vielleicht ist also auch die Zukunft des Volkswanderns digital. Wie dem auch sei. In unserer Region läßt sich sehr gut wandern, z.B. auf dem 200 Kilometer langen Weserberglandweg mit Reinhardswald und Solling, Hochmoor Mecklenbruch, Vogler, Süntel und Wesergebirge. Zu den interessantesten Routen im Weserbergland zählt der 65 Kilometer lange Mühlensteig: Der Wanderweg präsentiert liebevoll restaurierte Mühlen, die mit Wind und Wasser, mit Motor- und Pferdekraft angetrieben werden. Geschichtlich Interessierte wandern derweil auf den Spuren des Sachsenfürsten Wittekinds auf dem Wald- und Kulturpfad Wittekindsberg in der Nähe des Kaiser-Wilhelm-Denkmals. Zu seinen Höhepunkten gehört das Grabungsgelände mit den Grundmauern der tausend Jahre alten Kreuzkirche. Auch Hann. Münden bietet vielfältige Wandermöglichkeiten. So ist die Fachwerkstadt nicht nur Startort des Weserberglandweges, sondern auch des Werra-Burgen-Steiges, der bis nach Thüringen reicht. Auf den Spuren der Brüder Grimm verbindet der Märchenlandweg sagenhafte Orte im Weserbergland und Kasseler Land. Mit etlichen, auch kleineren Wanderrouten warten die ehemalige Universitätsstadt Rinteln und Hessisch Oldendorf, zehn Kilometer von der Rattenfängerstadt Hameln entfernt, auf. Besonders beliebt sind die Luhdener Klippenturm-Route und die Drei-Burgen-Route. Die Aussichten sind einfach klasse: Vom Klippenturm aus liegt Wanderern die schöne Weserrenaissance-Stadt Rinteln zu Füßen, von der Schaumburg reicht der Blick weit über Weserberge und Wesertal. Kaiser-Wilhelm-Denkmal und Porta-Kanzel, Idaturm und Napoleonstanne – der rund 60 Kilometer lange Fernwanderweg Bückeberg von Bad Nenndorf nach Porta Westfalica ist gespickt mit Sehenswürdigkeiten und überquert das Wesergebirge, den Harrl und den Bückeberg. Er verläuft durch die Residenzstadt Bückeburg, den kleinen Kurort Bad Eilsen und bietet die Möglichkeit für Abstecher in die Weserrenaissance-Städte Rinteln und Stadthagen. Wer sich für den Geschichtspfad Vlotho entscheidet, tut nicht nur etwas für seine Fitness, sondern auch für seinen Geist. Der Weserhafen aus dem 16. Jahrhundert, die historische Innenstadt, die fast 800 Jahre alte Burg Vlotho – so heißen einige der sehenswerten Zwischenetappen. Weitere Infos auf der Weserbergland Tourismus Seite.
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Geschrieben: 27 September, 2008 in Sport.
Tags: Wandern









