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Klösterliches Trainingslager für Hannover 96

Wir wollen besser und konstanter sein als im letzten Jahr“ verkündete Hannover 96 Cheftrainer Dieter Hecking bei der kleinen Pressekonferenz während des Trainingslagers in Marienfeld. Um besser zu sein, die vergangene Saison beendeten die Roten mit einem 11. Platz in der Bundesliga, zog es die Niedersachsen zum Trainingsauftakt nach Ostwestfalen, in das Klosterdorf Marienfeld. Hier, im Hotel Klosterpforte, hatte schon die portugiesische Nationalmannschaft während der Fußballweltmeisterschaft 2006 ihr Stammquartier aufgeschlagen und so mancher Gegner von Arminia Bielefeld nimmt hier Quartier. Wahrscheinlich lag es am ostwestfälischen Regenwetter, dass die Hannoveraner nicht ganz so stürmisch begrüßt wurden wie die Portugiesen im letzten Jahr, aber der ein oder andere Fußballbegeisterte schlich schon um den Trainingsplatz und ergatterte ein Autogramm, z.B. von dem gerade erst zu Hannover 96 gewechselten Nationalspieler Mike Hanke. Für die Profis bedeutet Marienfeld vor allem viel Ruhe und optimale Trainingsmöglichkeiten auf den zwei Rasenplätzen.

Für den kunsthistorisch interessierten Fußballer bietet Marienfeld Einblicke in ein Zisterzienserkloster im Herzen Westfalens. Sozusagen als Filiale des Klosters Harderhausen wurde das Kloster Marienfeld 1185 u.a. durch Widukind von Rheda und Bernhard II. zur Lippe gegründet. Die Baugeschichte der Klosterkirche Marienfeld steht in der Tradition der lippischen Großbauten und trägt Einflüsse aus dem Westfranzösischen und Rheinländischen Bereich sowie nahe Verwandtschaft zu den Westfälischen Domen Münster und Paderborn sowie der Münsterkirche in Herford in sich.

Von 1185 bis 1803 haben in Marienfeld Mönche gewirkt. 1803 wurden alle geistlichen Fürstentümer und deren Besitz verweltlicht. Nach 200-jähriger Unterbrechung kehrte Pfingsten 2004 mönchisches Leben nach Marienfeld zurück. Seit dem leben, arbeiten und beten hier zwei Ordensleute nach den Regeln des heiligen Benedikts und beleben das Kloster wieder neu.

Und wer nach soviel Sport und Kultur Lust auf einen Kaffee, ein Bier oder einen guten Wein hat, dem sei im Innenhof des Klosters der Klosterladen mit Café oder das Glascafé, mit wechselnden Ausstellungen von Glaskünstlern empfohlen.Ob es jetzt daran gelegen hat, dass die Vorbereitung in der klösterlichen Ruhe von Marienfeld so gut war oder am nahe gelegenen Schützenfest in Harsewinkel, jedenfalls war das erste Testspiel von Hannover 96 gegen Preussen Hameln 07 mit 13:0 ein wahres Schützenfest.

 

hannover-96-bus.jpg
klosterpforte.jpgsporthotel-11.jpgStretchingeinheit Hannover 96klosteransicht.jpgtrainingsende-hannover-96.jpg

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Comments

Pingback from Die Versuchung des heiligen Antonius lockt Marienfelder Altar nach Hamburg | Die Ostwestfalen
Posted: Do 13. März 2008 at 08:19

[...] Vielen Fußballfans bekannt als WM-Stützpunkt der portugiesischen Nationalmannschaft und Trainingslager für Bundesligisten, blickt Marienfeld mit seinem Kloster auf eine lange und bedeutende Geschichte zurück. Das [...]

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