Kultur- und Medienminister Bernd Neumann im Kunstverein Gütersloh zu Gast

Zwar ist Wahlkampf, aber trotzdem ist ein amtierender Minister als Gast im Haus durchaus erfreulich. Das erfuhr der Kunstverein Gütersloh wieder am 11.09.09. Da kam der Staatsminister und Beauftragter der Bundesregierung für Kultur und Medien Bernd Neumann vorbei. Auf Einladung des Kandidaten zum Bundestag Ralph Brinkhaus und des scheidenden Bundestagsabgeordneten Hubert Deittert, schaute sich Neumann das Domizil des Kunstvereins und die aktuelle Ausstellung von Jürgen Stollhans an. Wie wichtig die Rolle der Kunstvereine als lebendige Kultureinrichtungen vor Ort für die Bevölkerung ist, unterstrich Neumann explizit.

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Als Kultureinrichtung, als gesellschaftliches Engagement und als freier Träger, der Brückenschläge zu kunstfernen Menschen schaffen kann, die nie in ein Museum gehen würden, beschrieb der Minister die Rolle der Kunstvereine.

Der hohe Stellenwert, den der Kunstverein Kreis Gütersloh einnimmt, wurde auch durch die Ortswahl und die Einladung an alle anderen Kulturschaffenden im Kreis Gütersloh anschaulich unterstrichen. Über 40 Praktiker in Sachen Kultur waren gekommen, so dass sich nach dem Vortrag des Ministers eine lebhafte Diskussionsrunde anschloss.

In seiner Rede unterstrich der Staatsminister die Identifikation stiftende Bedeutung der Kultur auch gerade in wirtschaftlich unsicheren Zeiten. Er appellierte an die Haushaltspolitiker der Versuchung zu widerstehen die Mittel zur Unterstützung von Kultureinrichtungen dem Rotstift zu opfern.

Da der prozentuale Anteil für Kultur an den Ausgabe in Bund, Ländern und Gemeinden im Verhältnis zu den Gesamtausgaben häufig äußerst gering sei, tauge seine Streichung nicht zur Haushaltskonsolidierung. Die Auswirkungen auf die vielfältige Kulturlandschaft Deutschlands wären dagegen verheerend. Das die Kulturwirtschaft in Deutschland einen höheren Anteil am Bruttoinlandsprodukt habe, als die Chemieindustrie mache auch den Wirtschaftsfaktor „Kultur“ deutlich. Lebenswichtig und kein Luxus, sei die Investition in die Kultur, keine Subvention sondern Investition in die Zukunft, unterstrich der Minister deutlich.

Diese Worte sprachen den zahlreich anwesenden Kulturschaffenden aus der Seele. Es bleibt zu hoffen, dass der Appell nicht ungehört verhallt.

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Die Gütersloher Bürgermeisterin Maria Unger nutzte die Gelegenheit und überreichte dem Staatsminister anschließend eine Einladung zur Eröffnungsveranstaltung des neuen Gütersloher Theaters im März 2010 und ein Foto des imposanten Baus. Herr Neumann äußerte seine große Anerkennung für ein solch ambitioniertes Projekt in wirtschaftlich problematischer Zeit.

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