Verl mutiert zum Immendorf(f)- Weiteres Werk von Jörg Immendorff im Verler Stadtbesitz
Das die Gemeinde Verl sich im Konzert der Städte und Gemeinden im Kreis Gütersloh nicht zu verstecken braucht, ist ja nichts neues. Aber dass Verl als Kunstsammler und das auch noch von moderner, zeitgenössischer Kunst sich einen Namen machen will, überrascht doch ein wenig.
Wiedenbrück hat die Wiedenbrücker Schule, Gütersloh den Kunstverein und die Woldemar-Winkler-Stiftung, Werther Peter August Böckstiegel und jetzt Verl mit zwei Werken des letztens verstorbenen Künstlers Jörg Immendorff. Immendorff, der Zeit seines Lebens als enfant terrible galt und durch seine Krankheit und Tod einen Popularitätsschub erlebte, kommt jetzt doppelt im neuen Verler Rathaus zur Geltung.
Über Kontakte zu den Erben kaufte die Gemeinde innerhalb kurzer Zeit jetzt das zweite Immendorff-Werk. Das hätte man einer bodenständigen Gemeinde wie Verl, gar nicht zu getraut. Aber so ist das mit moderner, zeitgenössischer Kunst, wenn man erstmal mit dem Sammeln angefangen hat, kann man gar nicht wieder aufhören.
Vermutlich hoffen die Verantwortlichen auf den Gerhard-Richter-Schub, dessen Werke ja kürzlich für mehrere Millionen US-Dollar versteigert wurden. Vielleicht gelingt das auf lange Sicht ja auch mit den Verler Immendorff-Arbeiten. Oder Verl setzt auf die Verstetigung des Kaufaspektes und demnächst ist das größte deutsche Immendorff-Museum, das Immendorf(f)-Verl. (Schöner Namenszusatz!)
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Geschrieben: 22 Februar, 2008 in Verl.
Tags: Adler, Immendorff, Jörg Immendorff, Kunst, Linolschnitt, Rathaus Verl, Sammlung, Verl
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