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art fair europe in Bad Salzuflen – Überblick der Rahmen und Bilderbranche

Es ist schon erstaunlich, dass eine Branche die so auf Wirkung, Optik und “gesehen werden” angewiesen ist, wie die Bilderrahmungs- und Großgaleriebranche ihre einzige originär eigene Messe so wenig üppig bestückt.

Nicht die großen Namen glänzen, sondern die kleinen und ausgefallenen Anbieter, die mit breiter Brust zeigen was sie können. Und das ist wirklich nicht wenig.

Die Freude zu sehen wird durch alle Positionen der Kunst unterstützt. Landschaften, üppige Blumenmeere, in Trendfarben gehaltene Stillleben oder dreidimensionale Puzzlebilder, Skulpturen, Figuration, Kunstdigitalfotografie oder Öloriginale.  Zu sehen ist eine Menge und wer etwas nettes findet, kann vielfach sogar einkaufen. Für eine Messe eher ungewohnt.

Wer ein Hängesystem sucht, ist bei Leha-Technik mit einem Messerabatt gut bedient, für hochwertige Bilder fiel das Bilderglas claryl der holländischen Firma DMS positiv auf oder der große Stand der ebenfalls aus Holland stammenden Firma artrevisted.com, die mit ihrer eigenen kleinen Katalogedition, von der vier Bände bisher erschienen sind, ihre Philosophie interessant transportiert. Als Motive für alle Lebenslagen hat sich der Künstler Volker Kühn mit seinen art in boxes zu bebilderten Redensarten eine Nische erschlossen. Obwohl das “Dreidimensionale in Kiste” sicher einen Trend in der Kunstproduktion darstellt, die der amerikanische Großmeister James Rizzi ja schon eine Weile bedient. In “Echt” geschaut, sind die 3D-Arbeiten erstaunlich filigran.

Einige wenige Aussteller haben sich mit der Umgebung der Messe beschäftigt und durchaus ländliche Motive mitgebracht. Bild und Quilt von Jutta Plath ist da so ein Beispiel.

Kurz vor Verlassen der Messe fiel noch ein Stand der Firma Bildwerk aus Steinhagen auf, die Bilderrahmen aus Stein anbieten. Kurios, aber wirklich Stein, der wie Funier behandelt auf einen Rahmen gebracht wird. Das Lieblingsbild in Stein gefasst, eine irre Optik und beim Berühren wirklich Stein. Zugegeben entweder mag man das, oder nicht, aber eine Innovation auf jeden Fall.

Resümee, der Messebesuch lohnt, auch wenn er wohl nicht tagesfüllend ist, aber man findet in angenehmer Atmosphäre nette Aussteller, die nicht völlig angenervt sind, sondern Zeit für den Kunden oder interessierten Messegast haben.

Art Fair 2

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Comments

Pingback from Ein Jahr nach was – wie fühlt sich die Branche – ein Feldversuch | kunstfreunde
Posted: Fr 18. September 2009 at 22:26

[...] art basel oder contemporary art fair die Richtigen? Die Kunstfreunde haben sich entschieden, die art fair europe als ersten Stimmungstest zu besuchen. Dort sind neben Galeriegroßhändlern auch viele [...]

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