Corporate Social Responsibility – Gutes Essen – Gute Taten
Die Aufforderung “Tue Gutes und rede darüber” ist sicherlich vielen bekannt. Wenn dies Unternehmen aufgreifen, so heißt dies neudeutsch Corporate Social Responsibility. Ein Schlagwort, das die deutsche Wirtschaft seit einiger Zeit beherrscht und wie so oft aus dem angloamerikanischen Sprachraum zu uns gekommen ist. Vor dem Hintergrund von Klimaveränderung, Erderwärmung, Alterung der Bevölkerung, Globalisierung ist die ethisch-unternehmerische Verantwortung angesprochen. Das heißt, dass die Unternehmensziele nicht nur Wachstum und Rendite heißen, sondern sich auch an ökologischen, sozialen und ethischen Zielen orientieren. Okay, angesichts so mancher Pressemitteilung über Arbeitsplatzabbau oder Mindeslohndiskussion kommt man ins Zweifeln, inwieweit Unternehmen verstehen, dass ihr Unternehmserfolg von einer intakten Gesellschaft abhängt, aber es gibt eine wachsende Anzahl von Unternehmen, die ihrer gesellschaftlichen Verantwortung gerecht werden. Einige unterstützen mit Spenden und Sachverstand unterschiedliche Projekte. Wie z.B. die Metro in Berlin, die auf dem Dach ihres Großmarktes im Stadtteil Friedrichshein- Kreuzberg einen Fußballplatz baute, da es im dortigen Stadtteil nur wenig Sport- und Grünflächen gibt. Und es gibt sogar sogennante Social Entrepreneure, also eine Mischung aus Bill Gates und Mutter Teresa. Die verfolgen eine gesellschaftliche Idee und zur Finanzierung dieser Idee gründen sie ein Unternehmen.
Beispielsweise die Roggenkamp Organics AG aus Herzebrock-Clarholz in Ostwestfalen. Die Firma ist Produzent von Bio-Lebensmitteln. Die Gewinne aus dem Verkauf von frischen Suppen, Babynahrung und Nudelsaucen sollen die Deutsche Demenz-Stiftung Vergissmeinnicht langfristig und kontinuierlich mit finanziellen Mitteln ausstatten. Die Gütersloher Stiftung will praktische Hilfe für Demenzkranke und ihre Angehörigen leisten. Ganz praktisch heißt dies z.B., dass zur Zeit eine Pflegeeinrichtung im “Alten Parkhotel” in Gütersloh entsteht, bei der das Konzept des betreuten Wohnen in einer Gemeinschaft in besonderem Maße umgesetzt wird. Sollte das Konzept funktionieren, so soll es mittels Wissens- und Erfahrungsaustausch auch andernorts etabliert werden. Die Deutsche Demenz-Stiftung übernimmt Verantwortung für die Gesellschaft, in einem Bereich, wo die Politik noch viele Fragen klären muß – im Pflegebereich.
Übrigens hat das Ministerium für Generationen, Familie, Frauen und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen unter dem Motto »ENTERPreis – Unternehmenswettbewerb. Verantwortung erkennen – Engagement zeigen« einen Wettbewerb für gesellschaftlich engagierte Unternehmer ausgelobt. Noch bis zum 31. Oktober können hier Bürger und Bürgerinnen mit abstimmen. Aus Ostwestfalen haben sich hier 6 Firmen beworben.
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Geschrieben: 27 Oktober, 2007 in Gütersloh, Wirtschaft.









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Posted: Mo 15. Dezember 2008 at 20:38
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