Kommen, sehen, sicher sein – Lebensmittelindustrie zeigt Transparenz
Die letzte Hiobsbotschaft brachte Ökotest, die angeblich in einer Wurstcharge der Gütersloher Firma Marten Bakterien gefunden haben. Die Salami wurde an Aldi Süd verkauft. Unabhängige parallele Tests von Aldi Süd konnten dies bislang nicht bestätigen. Was bleibt sind stark verunsicherte Verbraucher – Ekeldöner, belastetes Gemüse, krebserregende Chips. Um das verlorengegangene Kundenvertrauen zurückzugewinnen, setzen immer mehr Firmen der Lebensmittelindustrie auf Transparenz und zwar dort, wo die Ware entsteht. Die gläserne Produktion.
Ein Vorreiter ist hier der ostwestfälische Wursthersteller Wiltmann in Versmold-Peckeloh. Bereits seit 1989 gibt es dort eine gläserne Produktion. Jeder Besucher kann dort den Mitarbeitern „über die Schulter sehen”. Zwar aus Gründen der Lebensmittelhygiene nicht unmittelbar, sondern über eine Glasgalerie. Im beschaulichen Versmold haben dies bislang über eine halbe Million Menschen genutzt. Und Wiltmann setzt dies auch PR-wirksam ein. Jedes Wurstetikett schmückt der Satz: „Kommen, sehen, sicher sein”. Und bei den aktuellen TV-Werbespots der Firma Wiltmann könnte man den Eindruck haben, das ist eine unmittelbare Reaktion auf die jüngsten Ereignisse. Aber weit gefehlt, hier hat sich eine Firma sehr früh darauf besonnen, was ihr höchstes Gut ist. Und das ist die Produktqualität und die wird dem Besucher mit allen Sinnen vermittelt.
So ist auch ein paar Orte weiter bei Potts – der münsterländischen Bierbrauerei in Oelde. Auch hier kann man die Biererstellung „hautnah” erleben und darüber hinaus bietet das angeschlossene, multimedial unterstüzte Biermuseum wissenswertes zum Gärprozess. Und wem nach soviel Zusehen nach einem ordentlichen Schluck Bier zumute ist, dem sei das angeschlossene Bierlokal zu empfehlen. Hier kann man zum günstigen Kurs das Frischgebraute bei zünftigem westfälischen Essen probieren. Ein Tipp für alle A2 Fahrer, einfach mal an der Autobahnabfahrt Oelde herabzufahren. Auch für Busse ist genügend Platz – und natürlich gibt es auch alkoholfreies Bier.
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Geschrieben: 1 Oktober, 2007 in Gütersloh, Oelde, Versmold, Wirtschaft.
Tags: Oelde, Wirtschaft
Comments
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Comment from Denise Werthmann
Posted: Di 2. Oktober 2007 at 12:21
Hallo,
ich habe mit sehr großem Interesse den Artikel hier gelesen. Leidergottes ist man seit dem Gammelfleisch- Skandal sehr stark beunruhigt. Umso besser, dass es solche Hersteller wie Wittmann gibt. Da sollten sich so manche mal eine Scheibe davon abschneiden.
Man wird wahrscheinlich sowieso eine Menge verdorbener Lebensmittel zu sich nehmen, von denen man gar nichts weiß, aber dort, wo man es vermeiden kann, sollte man dies auch tun, um somit den Druck auf die unehrlichen Schafe in diesem Geschäft zu erhöhen.
Würde mich weiterhin über so schön geschriebene Berichte freuen.
LG, Denise