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Von Riesenseerosen und Haifischflossen – die Natur als Vorbild

Derzeit fragt der Automobilhersteller Audi in einer aufwändigen Werbekampagne „Wie entsteht aus einer Riesenseerose ein faszinierendes Fahrgefühl?” Und gibt auch gleich die Antwort: „Die Blätter der Riesenseerose liegen leicht auf dem Wasser. Kräftige Rippen mit Querstreben bilden den stabilen Unterbau für die Blattfläche, die so einen 60 kg schweren Menschen tragen kann. Bei der Getriebestütze im Audi A8 sorgt das neue Bionik-Design, inspiriert von der Riesenseerose für weniger Gewicht und höhere Stabilität…”Bionik ist dabei ein Wort, das sich aus Biologie und Technik zusammensetzt. Hier werden Wissenschaften miteinander verbunden. Themen aus einer Wissenschaft werden in einen anderen Bedeutungszusammenhang gestellt und führen so zu neuen Ideen. So ist z.B. die Haifischhaut Vorbild für viele Swimsuits und die Klettenpflanze gab den Anstoß für die Entwicklung des Klettverschlusses.

Auch in Ostwestfalen nutzen Unternehmen die Bionik zur Produktentwicklung, insbesondere Produktionsunternehmen die, wenn sie wettbewerbsfähig bleiben wollen innovativ sein müssen. Dabei wird von der Natur gelernt. So z.B. der Gütersloher Waschmaschinenhersteller Miele, der Waschmaschinentrommeln und Wäschetrockner mit einer Wabenstruktur entwickelte. Die Oberfläche der jeweiligen Trommeln ist nach innen mit sechseckigen Waben gewölbt. Jeweils an den Endpunkten einer solchen Wabe befindet sich ein Loch. Beim Waschen und Schleudern fließt das Wasser nur langsam ab, so dass ein Wasserfilm zwischen Trommel und Wäsche entsteht, so dass die Wäsche schonend dahingleitet. Beim Trockner schwebt sie auf einem Luftpolster.

In Ostwestfalens Hauptstadt Bielefeld nutzt die Firma Claas Gluss ebenfalls die Natur als Vorbild. Hier bilden Bäume und Knochen die Beobachtungsobjekte, um belastbare, stabile und trotzdem elastische Materialien und Formen zu finden.

Wer weiß wie vielen Ingenieuren man bei einem Spaziergang durch den Teutoburger Wald nicht so alles begegnet, die Eiche, Kastanie oder Ahorn studieren? Vor diesem Hintergrund bekommt doch ein Wanderurlaub in den Alpen, eine Treckingtour in Skandinavien oder ein Tauchurlaub auf den Malediven einen ganz anderen Hintergrund. Das ist doch dann fast schon Bildungsurlaub, oder?

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Comments

Pingback from Unternehmensberaterin und Personaltrainerin Christiane Ritschel im Portrait – Serie Wirtschaft in OWL | Die Ostwestfalen
Posted: So 5. April 2009 at 14:20

[...] wir natürlich schon über die namhaften Unternehmen unserer Region wie Miele, Oetker, Claas, der Reinert Sommerwurst, dem Möbelhersteller Interlübke oder dem [...]

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