Wer soll das verstehen – Ostwestfälisch leichtgemacht
Zugegeben, trotz “Löwenzahn” und “Sendung mit der Maus” und “Neues aus Uhlenbusch”, in Ostwestfalen-Lippe wird Hochdeutsch gesprochen. Eigentlich und festgeglaubt, bis irgendwann im Leben mal ein Gast, Kunde, Kollege oder Urlaubskontakt sagt: “Du sprichst ja komisch, irgendwie anders!” und da ist sie dann die Zerstörung der Illusion Hochdeutsch zu sprechen.
Eben doch ist der regionale Dialekt zu hören, die Betonungen sind anders als im Rest der Republik, “Kirche” oder ähnliches und dann die Wortwahl.
Es gibt einfach Menschen, die mit “Pölter”, “Pömpel” oder “Zossen” nichts anfangen können und ungläubig staunen, wenn die Einheimischen diese Begriffe selbstverständlich einfliessen lassen. Und da die Region OWL ja auch ein Einwanderungsland ist, (Jede Menge Menschen aus Deutschland und darüber hinaus ziehen ja hier hin und leben mitten unter uns), ist manchmal Verständigung schwierig.
Bildquelle: Matthias E. Borner
Aber wie es für Metropolregionen üblich ist, haben wir Chronisten und Fachleute hier, die sich der Kommunikation zwischen Einheimischen und anderen verschrieben haben. Einer dieser bekannten und unermüdlich wirkenden Fachleute ist der Sprachwissenschaftler, Kabarettist und ausgewiesene Kenner der Ostwestfälischen Seele Matthias E. Borner.
Herr Borner hat das Standardwerk bzw das Wörterbuch zur Region in jahrelanger Recherchearbeit für uns und die Welt veröffentlicht. Noch heißt es “Pömpel, Patt und Pillepoppen”, Grundwortschatz zum Überleben in Bielefeld”, aber wir sind sicher das es eines Tages nur noch unter “Borner” genannt wird. So wie es “Duden” und “Wahrig” heute schon geschafft haben.
Auch den zweiten Band ”Pömpel, Patt und Pillepoppen, Aufbauwortschatz für wissbegierige Neubürger in Bielefeld” gibt es schon, so dass der freundlichen Kommunikationshilfe keine Grenzen mehr gesetzt sind.
Beide Bücher sind im handlichen Taschenformat, so dass wie bei einem Sprachreiseführer, die Übersetzungslektüre immer am Mann oder der Frau sein kann. Praktisch, wenn beim Leineweberfest, dem Radrennen über Wasser in Gütersloh, im Königs in Rheda oder auf dem Dalheimer Klostermarkt mal wieder ein Wort fällt, das man nicht kennt.
Die Bezugsquellen sind direkt beim Autor, in wirklich guten Buchhandlungen oder hier bei uns.
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Geschrieben: 18 Oktober, 2008 in Bielefeld, Wirtschaft.
Tags: Borner, Buchtipp, pömpel, Sprachlexikon ostwestfalen
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